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Spielbericht
1. Rosarote Sommerspiele
Wien, 27.06.2009
Bundessportplatz Birkenwiese 

Das Turnier begann schon einmal ganz gut, alle Spieler der SGF waren zeitgerecht da und obwohl erst Samstag früher Vormittag meiner Einschätzung nach nüchtern. Der Umstand, dass ein zugesagter Teilnehmer (Tormann!) den Weg doch nicht zum Bundessportplatz Birkenwiese fand, wurde durch das unangemeldete Erscheinen von Jacob kompensiert, zumal Letzterer freiwillig die meiste Zeit die Torhüterrolle übernahm.
Doch der Reihe nach: Die SGF war vertreten durch:
Peter Andorfer, Jacob Asuo, Harald Ducho, Norbert Kerschbaum, Robert Lechenbauer, Werner Liska, Gottfried Steindl, Jörg Walter, Alex Weber

Zu Beginn wurde in folgenden Formationen gespielt, durch Verletzung wurden in weiterer Folge Adaptionen vorgenommen:
Erster Block
Tor: Asuo
Hinten: Kerschbaum, Ducho
Mitte/Vorne: P.Andorfer, Liska, Lechenbauer

Zweiter Block
Tor: Ducho
Hinten: Kerschbaum, Walter
Mitte/Vorne: Weber, Steindl, Asuo

Die ersten beiden Spiele wurden mit viel Hirn (Wetterbedingungen!) und der Erfahrung des jahrelangen Kleinfeldspiels vom Montagstraining bestritten. Es war unglaublich schwül und schon nach einem Sprint hatte man Sterne vor den Augen. Wir spielten ohne Forechecking, und machten hinten den Platz eng. Bei Balleroberung wurden rasch gefährliche Konter gesetzt, welche den einen oder anderen Torerfolg brachten.
Unsere Angriffe wurden ohne Hast aufgebaut, der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen und die früh attackierenden Gegner liefen stets ins Leere. Mit 3:0 und 2:0 sowie einigen Chancen auf mehr wurde ein altes Fußballermotto "Flach spielen, hoch gewinnen" perfekt umgesetzt.
Der Gruppensieg war also vorzeitig sichergestellt und wir kamen in den Genuss einer gänzlich neuen Erfahrung. Die SGF galt als Mitfavorit auf den Turniersieg und die Gegner stellten sich ab sofort hinten rein. Das letzte Gruppenspiel wurde angesichts dieser taktischen Neuerung sowie des Gefühls als "Großer" gegen einen Nachzügler zu spielen, gleich auch so bestritten, wie man es von einem Favoriten kennt. Schlampig in der Chancenauswertung und mit zu wenig Herz spielten wir 1:1 und verloren Ducho durch Verletzung. Allerdings erwies sich dieses Spiel als rechtzeitiger Schuss vor dem Bug.
Im Halbfinale waren wieder alle voll bei der Sache. Die SGF nahm die Favoritenrolle an, dominierte von der ersten bis zur letzten Minute der Nachspielzeit und erarbeitete sich auch mehrere Chancen. Der Gegner spielte defensiver wie italienische Klubs in den 80er Jahren, weil ganz ohne Konter, und konnte über die ganze Spielzeit keinen Schuss aufs Tor verbuchen. Doch wie es oft ist im Fußball: Wir kombinierten von links nach rechts, durch die Mitte, vor und zurück, Doppelpass, Stangelpass, Steilpass, Lupfer vors Tor, Schuss aus der Distanz, Schuss nach Auflage, Schuss aus dem Gestocher, Freistoss - es wollte einfach kein Tor gelingen. Und so kam es wie es kommen musste. Nach dem 0:0 versagten im Sieben Meter Schießen die Nerven. Obwohl die Mannschaft zweimal die Chance hatte bei verwandeltem Siebener das Finale zu erreichen, war letztlich das Team des Veranstalters das Glücklichere: 2:2 nach jeweils vier Schützen und 3:2 gegen die SGF nach jeweils sechs Versuchen.

Im Spiel um Platz drei zeigte sich dann nochmals der Charakter, welcher an diesem Nachmittag in der Mannschaft steckte. Das Team trat mit Spielfreude und Konzentration auf. Der Gegner wurde einmal mehr an die Wand gespielt und hochverdient mit 2:0 besiegt. Dabei gelang P.Andorfer wohl das Tor des Turniers: Nach einem quirligem Solo, bei dem er drei Gegenspieler austanzte, verlud er auch noch den Tormann und bezwang diesen aus spitzem Wickel mit einem überraschenden Schuss ins kurze Eck.

Mit dem dritten Platz bei diesem Turnier erreichte die SGF zwar nicht das beste Ergebnis ihrer Vereinsgeschichte, allerdings war es der beste Auftritt den ich je gesehen habe und so beschrieben möchte:
•  Tempowechsel in der Spielgestaltung sowie überlegtes Kombinationsspiel, wo sich der sichere Pass mit dem überraschenden, riskanten Zuspielversuch abwechselte;
•  Viel Bewegung bei guter Organisation - Laufwege wurden so minimiert, stets Anspielstationen geschaffen und der Raum für den Gegner eng gemacht;
•  Zweikämpfe wurden angenommen, fair geführt und auch offensiv eins gegen eins Situationen versucht.
•  Die Mannschaft hat toll funktioniert, was man daran erkennt, dass viele Chancen herausgespielt und viele Tore von vielen unterschiedlichen Torschützen erzielt wurden. Zudem wurden wenige Möglichkeiten bzw. nur ein Tor zugelassen.
•  Auch individuelle war jeder gut in Form, hat sich auch was zugetraut und nicht in altösterreichischer Manier vor lauter Respekt den Ball schon vorweg dem Gegner zugespielt. Einen Toptag hat wohl P.Andorfer erwischt, der seine Schnelligkeit und Wendigkeit diesmal mit Effizienz paaren konnte, die ihm nur dann und wann alleine vor dem Tor wieder abhanden kam. Und im Nachhinein möchte ich doch noch meine Stimme für den Spieler des Turniers abgeben: Ganz klar Werner Liska - eindeutig bester Mann am Platz und deutlich stärker als ein Wiener Liga Kicker einer Mannschaft, die wir zweimal besiegt haben. gs

Die Statistik:

Gruppe A

Squadra3 - Lokomotive Piccolo 1:0
Die Rosa Götter - d'Schulterer
2:0
Squadra3 - Die Rosa Götter
2:1
Lokomotive Piccolo - d'Schulterer
0:0
Die Rosa Götter - Lokomotive Piccolo 0:0
Squadra3 - d'Schulterer 2:1

1.
Squadra3
5:2
9
2.
Die Rosa Götter
3:2
4
3.
Lokomotive Piccolo
0:1
2
4. d'Schulterer 1:4
1
Gruppe B

SG Funkenflug - Rasenprofis
3:0
FCH 86 - APA
1:0
SG Funkenflug - FCH 86
2:0
Rasenprofis - APA
3:1
FCH 86 - Rasenprofis
0:2
SG Funkenflug - APA
1:1

1.
SG Funkenflug
6:1
7
2.
Rasenprofis
5:4
6
3.
FCH 86
1:4
3
4. APA 2:5
1


Halbfinale 1: Squadra3 - Rasenprofis
1:0
Halbfinale 2: Die Rosa Götter - SG Funkenflug
0:0, 3:2 n.E.
Spiel um Platz 7: d'Schulterer - APA
3:0
Spiel um Platz 5: Lokomotive Piccolo - FCH 86
2:0
Spiel um Platz 3: Rasenprofis - SG Funkenflug
0:2
FINALE: Squadra3 - Die Rosa Götter
2:1

Kleinfeld Fünf Spiele: Drei Siege, zwei Unentschieden
Torverhältnis: 8:1
Tore: P.Andorfer 3, Liska 2, Kerschbaum 2 (1 E), Weber 2 (1 E), Asuo
Shutout: Asuo (inkl. Big Safe in Spiel 2)

Weitere Notizen:
Das Turniergeschehen war geprägt von einer gemütlichen Atmosphäre. Viele Mitspieler wurden von ihren Lebensgefährtinnen bzw. Kindern begleitet, und Musik, Grillerei sowie Bierausschank sorgten für eine chillige Untermalung.
Als Schiedsrichter traten auf: Steindl (spähte den späteren Halbfinalgegner aus), Lechenbauer (ließ hart spielen), Ducho (pfiff das Finale!)

Mannschaftsfoto  ::   Fotos