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Spielbericht
Die Chancenkiller

Wer die Tore vorne nicht schießt, bekommt sie hinten. So oder ähnlich lautet ein vielzitierter schon ewtas abgedroschener Fussballspruch. Im Falle der Partie der SGF gegen die aus großteils Tirolern und Xibergern bestehende Truppe Drecksocks United wurde dieser Spruch zur schmerzlichen Wahrheit. Es war ein Spiel der vergebenen Chancen, eine Orgie an Fehlschüssen. Und schossen unsere Spieler mal nicht am Tor vorbei, parierte der gegnerische Torhüter bravourös.
Aber der Reihe nach! Die taktische Aufstellung der SGF sah wie folgt aus: Ducho im Tor, Inigo und Kerschbaum in der Innenverteidigung, P.Andorfer links und Marlovits/Eder rechts in der Aussenverteidigung. Mittelfeld mit A.Andorfer, Cvitkovits, Jäger und als 6er Bruckner, Sturm mit Hiergeist und Lechenbauer. Nach Vorabinformationen durch unseren rekonvaleszenten Co-Trainer Steindl wussten wir, dass uns ein ebenbürtiger Gegner gegenüberstehen wird. Und so war es dann auch. Das Spiel begann recht flott, mit leichten Vorteilen für die SGF. Nach wenigen Minuten wurde dann auch der Gegner stärker. Lange Bälle auf die schnellen Stürmer waren deren Rezept, dass auch gleich mit der ersten Chance durch die Nummer 10 zum Erfolg führte. Diese Nummer 10 sollte auch der Sargnagel für die SGF werden. Eindeutig bester Mann am Platz, schnell, ballsicher und mit nahezu 100%iger Chancenauswertung.
Dieses 1:0 war ein Dämpfer für unser Spiel. Fehlpässe im Mittelfeld und eine zu grosse Lücke zwischen ebendiesem und dem Sturm ließen uns nicht wirklich gefährlich vors Tor kommen. Die generische Abwehr stand dabei gut und United schaffte es immer wieder, mit schnellen Umschalten in die Offensive und den schon erwähnten Pässen auf die Stürmer, uns in Bedrängnis zu bringen. Resultat war das 2:0, wieder durch die Nummer 10. Dieses Tor fiel allerdings nach einem Eckball, den Ducho (der dankenswerterweise in der 1.Hälfte das SGF-Tor hütete) nicht festhalten konnte.
Wer nun gedacht hatte, dass dieses Tor die SGF weiter verunsichern würde, wurde eines Besseren belehrt. Wir kamen immer besser ins Spiel und fingen an, die Partie zu dominieren. Chancen waren die logische Folge, die uns allerdings zeigten, an was wir noch kräftig arbeiten müssen: Chancenauswertung! Taktisch sind wir seit einiger Zeit gut aufgestellt und spielerisch müssen wir uns im Hobby-Fussball vor niemandem verstecken. Jeder hat seine Position gefunden und spielt die mit Disziplin und Bravour. Einzig die herausgespielten Chancen auch zu verwerten wird das Thema der Zukunft. Wir bringen uns regelmäßig um die Früchte unserer Arbeit. So schon bei manchen Turnieren geschehen, die wir als Favoriten begonnen haben um dann doch "nur" 3. oder 5. zu werden.
Aber zurück zum Spiel. Chancen wurden also immer zahlreicher, die Fehlschüsse aber immer grotesker. Den letzen Nerv zog unseren Stürmern der gegnerische Torhüter. Unglaublich starke Leistung! War an jedem möglichen und unmöglichen Ball dran. Mit einem 2:0 ging es in die Halbzeit.
Umstellungen zur Pause waren der Wechsel von Cvitkovits (leicht verletzt) im Tor, Ducho in die Innenverteidigung und Inigo ins Mittelfeld (was sich als Belebung des SGF-Spiels herausstellte). Die weitere Marschrichtung war in der Pausenbesprechung rasch klar: Weiterspielen wie bisher, dann müssen zwangsweise die Tore fallen. Taten sie aber nicht! Eine um die andere Chance wurde vernebelt (so hart muss es gesagt werden) oder vom Tormann entschärft. Die SGF wurde immer offensiver und bot den Gästen dadurch Raum für Konter, der auch prompt genützt wurde. Wieder die Nummer 10, die einen schnellen Vorstoss zum 3:0 verwertete. Hier trat nun der positivste Aspekt des Spiels der SGF hervor. Die Moral stimmte einfach. Niemand lies den Kopf hängen oder begab sich in sein Schicksal. Im Gegenteil, die Angriffe wurden unbeeindruckt vom Spielstand weiter ruhig und konsequent vorgetragen, was leider keinen Einfluss auf die Chancenauswertung hatte. Die wurde weiter ruhig und konsequent bei 0% gehalten.
So wurde bald klar, dass die Götter uns an diesem Abend nicht wohlgesonnen sind und für eine Trendwende wurde die Zeit bald zu knapp. Die endgültige Entscheidung gegen uns machte dann wieder die Nummer 10, wer sonst. Wieder ein schneller Konter, der perfekt abgeschlossen wurde.
In den letzten 2 Minuten löste Kerschbaum die Verteidigung auf, um gotteslästerlich das Tor doch noch zu erzwingen. Mit dem letzten Angriff wurde noch ein Eckball herausgeholt, den Lechenbauer dann doch noch über Umwege im Tor unterbrachte. nk

SG Funkenflug : Drecksocks United 1:4
Wien, 13.09.2010
Großfeld, 2x45 Minuten

Tor: Lechenbauer
Aufstellung: Andorfer A., Andorfer P. (C), Bruckner, Csitkovits, Ducho, Eder, Hiergeist, Inigo, Jäger, Kerschbaum, Lechenbauer, Marlovits